InfluencerMarketing und UnboxingVideos. Jede Menge Buzzwords auf dem Online-Marketing-Tag 2016

Eingang Frankfurter Börse

Wie bereits die Jahre davor, bin ich auch in diesem Jahr auf dem Online-Marketing-Tag in Frankfurt am Main mit dabei gewesen. Frank Puscher war wieder der Moderator der Veranstaltung und verteilte fleißig Cardboards an Teilnehmer aus dem Publikum.

Erst der Guten-Morgen-Kaffee, dann der zweifache Input

Tierisch interessant ging es mit dem ersten Vortrag «Von falschen Ködern und ausgenommenen Fischen. Wie sich Unternehmer und Marketingberater gegenseitig fertigmachen.» von Nils-Peter Hey los.

Message: Überfell

Nils-Peter Hey ist Strategieberater für Marketing und Kommunikation. Bevor es mit dem eigentlichen Vortrag losging, wurde zunächst ein #UnboxingVideo gedreht. Auf den Stühlen lagen kleine Packungen, die wir alle zusammen und gleichzeitig aufmachen und dabei in die aufgestellte Kamera schauen sollten. In der Box befand sich ein Stück Fell und dazu gab es eine Art Denkzettel-Notizblock. Und das war dann die Überleitung zum eigentlichen Vortrag. (Warum wir alle am Fell schnuppern sollten, habe ich ehrlich gesagt, nicht verstanden.) Im Wesentlichen ging es im Vortrag um den Unterschied zwischen dem Kunden und der Agentur und wie diese am Besten zueinander finden. Besonders Kunden sind in diesem Vortrag auf ihre Kosten gekommen und wissen nun sicherlich ganz genau Bescheid wie sie ihre nahezu perfekte Agentur finden können und vor allem, was am Wichtigsten ist, wie eine gute Kommunikation funktioniert.

Weiter ging es mit dem Vortrag «Keine Zeit für eine neue Website» von Michél Wollenschläger. Der Relaunch einer Website kann durchaus schrittweise umgesetzt werden. Dies wurde uns von Herrn Wollenschläger anhand des Beispieles der eigenen Website Auxmoney veranschaulicht. Man treffe eine Auswahl der wichtigsten Seiten und setzt dann die Website Schritt für Schritt um. Laut Herrn Wollenschläger hat die Umsetzung 2,5 Monate gedauert. Angemerkt sei, dass hier (wenn ich mich recht entsinne) 5 Entwickler daran gearbeitet haben.
Auf die Frage eines Teilnehmers bezüglich der 136 Requests beim Aufruf der Website, verwies der Speaker auf die Entwickler im Hause. Alles in Einem ein symphatischer Speaker, der etwas aufgedreht war, da er kurz davor steht Vater zu werden und die Nacht vorher nicht wirklich gut geschlafen hat ;-).

Zeit für die Pause

In der Mittagspause gab es dann jede Menge Essen und ich nutzte die Zeit, um meine Sitznachbarin besser kennenzulernen. Neben interessanten Gesprächen war auch ein Video-Team unterwegs, welches fleißig mitfilmte und einige Teilnehmer interviewte.

Über Bubble Tea und die Pamelas dieser Welt

Der Mittelteil, Social Media, der Veranstaltung war für mich persönlich der Interessanteste :). Michael Praetorius hat einen super Vortrag über «Online-Marketing mit YouTube» gehalten. Wieder einmal hat sich gezeigt, das auf YouTube wunderbar eine Suche gestartet werden kann, während Facebook in dieser Hinsicht nicht so gut geeignet ist.
Ein schönes Beispiel wie man zu interessantem Content für YouTube-Videos gelangt, ist die Suche auf Google. Einfach mal einen Suchbegriff in Google eingeben, wie im Beispiel von Michael Praetorius der Begriff Bubble Tea, und schauen was der Autocompleter für Suchphrasen ausgibt. Dies hat sich zum Beispiel Doktor Allwissend zu Nutze gemacht und ein YouTube-Video gedreht.

Was ich sonst noch an Tipps aus dem Vortrag mitgenommen habe.

  • Kommentarfunktionen in den Videos freigeben. Kommentare, Likes etc. sind wichtig für die Interaktionen.
  • Co-Creation. Mit Anderen zusammen arbeiten und ein gemeinsames Video drehen. Die Reichweite wird größer, da hier aller Wahrscheinlichkeit nach auch diejenigen das Video teilen, die am Video teilgenommen haben.
  • Wie schon beim Bubble Tea einen Suchbegriff finden und um diesen Begriff herum eine Story bauen. Gute Beispiele sind hier auch der Epic Split mit Van Damme oder auch die Edeka-Videos.

Zum Schluss des Vortrags gab es noch etwas Input zu Live-Videos. Während früher mit Spannung auf eine Live-Show ungeduldig gewartet wurde, gibt es heute – dank Periscope u. a. Anbietern – Live-Videos ohne Ende. Live-Videos sind auch nicht mehr so spannend wie früher. Gerade weil jeder diese überall machen kann. Was hier zählt sind die Conversions.

Nach YouTube folgte der Vortrag über Instagram mit dem Titel «Influencer Marketing am Beispiel Instagram». Instagram ist das Facebook von heute, mit 95 Millionen hochgeladenen Bildern pro Tag. Erst vor Kurzem kündigte Instagram an, Unternehmensprofile ins Leben zu rufen und analog zu Facebook auch Anzeigen anzubieten. Während des Vortrags durfte ich dann Bibi und Pamela kennenlernen. Das was für manche die Popidole sind, sind die beiden Mädels Internetcelebrities und wichtige Influencer für viele Marken. Sie wissen ganz genau wie sie auf ihren Bildern ein Produkt in Szene setzen, um dieses bekannter zu machen und letztendlich auch den Abverkauf zu steigern. Aber aufgepasst: Viele Influencer zocken auch gerne mal mit ihrem Geschäftsmodell ab. Daher sollte man sich vorher als Unternehmen gut überlegen, wie die Zusammenarbeit mit Influencern aussehen sollte.

Vortrag von Michael Praetorius

Mein letzter Vortrag für den Tag: »Gute Inhalte. Leim und gleichzeitig Schmiermittel für SEO und Content Marketing« von André Alpar. Der Speaker kennt sich bestens mit Content Marketing und SEO aus. Noch dazu ist Herr Alpar ein ziemlich schneller Redner ;), so schnell sogar, dass einige von uns nicht wirklich mitgekommen sind.

Mein Fazit

Allgemein betrachtet war das Event wieder sehr gut organisiert, das Essen hat geschmeckt und sowohl die Teilnehmer als auch die Speaker waren interessant. Lediglich fehlten mir auch in diesem Jahr wieder Tische :). Wäre super, wenn Clipboards oder umklappbare Tische zum Einsatz kommen würden. Ansonsten alles TOP!