So schön war die T3CON16

Dieses Jahr fand die internationale TYPO3-Konferenz zum ersten Mal in München statt. Die Konferenz erstreckte sich vom 26. bis 27.10.2017 und als Location wurde das Hilton Munich Park Hotel festgelegt. Als Konferenzteilnehmer waren dieses Jahr meine Kollegen Peter, Radica, Johannes, Johnny und Timo mit dabei. Wobei Johnny und Timo als Speaker mit interessanten Talks vertreten waren. Auch mit dabei: unsere beiden Geschäftsführer Olivier Dobberkau und Søren Schaffstein, der einen Talk über das Thema Datenaufbereitung hielt.

Opening Talk

Day 0

Am Anreisetag gab es – wie auch anders erwartet – Probleme mit der Zugverbindung. Dies führte dazu, dass sich die Anreise um 1 Stunde verzögerte. Was relativ unwesentlich war, da nur ein Besuch beim hotelnahen Italiener nach hinten gezogen wurde :). Nach einer handgemachten Pizza und einem durchaus köstlichen Münchener Bier ging es zurück auf das Hotelzimmer – jedoch ohne vorher die Hotelbar in der sich bereits ein Teil der TYPO3-Community befand auszulassen.
Nach getaner Arbeit ging es dann auf das Hotelzimmer, um sich auf den ersten bevorstehenden Konferenztag vorzubereiten. Die Vorbereitung beschränkte sich auf das Lesen der Programmbroschüre und eine Mütze Schlaf.

Die T3CON16 (in diesem Jahr unter dem Motto «MAKE INNOVATION HAPPEN») startete mit dem Business Day. Hierbei richteten sich die Vorträge überwiegend an Projektmanager, IT-Entscheider, Führungskräfte etc. Während Radica damit beschäftigt war unseren Stand vorzubereiten, teilten wir uns auf und zogen los in die Talks. In diesem Jahr haben wir uns dazu entschlossen Photo-Booth-Sponsor zu werden und für den ersten Tag einen Crime-Booth ins Leben zu rufen.

Crime Booth

Tag 1 Business Day

Nachdem Frühstück - was umfangreich ausgefallen ist - ging es in den Konferenzsaal und anschließend in die eröffnende Keynote-Präsentation von Mathias Schreiber und Fabian Stein.

Talk von Mathias Schreiber

In dieser Präsentation wurde vorgestellt was in den letzten Jahren mit TYPO3 möglich war und in welche Richtung die Entwicklung in Zukunft gehen soll. Interessant war der Vergleich zwischen Lamborghini und TYPO3, welche in ihrem entsprechendem Segment einen ähnlichen Marktanteil besitzen. «lamborghini has 1% marketshare, so what...».

In der darauf folgenden Kaffeepause wurden allen Teilnehmern Goodie-Bags verteilt. Diese waren mit einem hübschen TYPO3-Logo bedruckt.

Anschließend durfte Solr-Experte Timo Hund seine Ergebnisse mit Apache Solr im Vortrag «Apache Solr for TYPO3: How Continuous Cooperative Innovation can pay off» präsentieren. Vom Thema her fand ich diese Präsentation mit einer der interessantesten an diesem Tag. Dies ergibt sich aus der Vortragsart von Timo. Er begann mit einer konkreten Problemstellung, hat mögliche Alternativen aufgezeigt und anschließend eine befriedigende Lösung vorgestellt und mit Zahlen belegt. Summa summarum eine sehr gute Präsentation.

Anschließend hat Sven Ditz die Präsentation «Doing RE.A.L. projects» gehalten. Mit seinem Konzept RawEstimates, Agile, Lean (RE.A.L.) zeigte er wie eine Agentur durch Streichung diverser Verhandlungen mit dem Kunden, Streichung von Aufwandsschätzungen usw. Geld sparen und den Output steigern kann. Weniger Planung, mehr Output ist die Idee hinter diesem Modell. Vollständiger Artikel: https://real.sitegeist.rocks

Anschließend gab es einen Talk von Daniel Hinderink mit Lessons Learned im TYPO3 Umfeld. Er hat über bizarre Fehler bei der Entwicklung mit TYPO3 berichtet. Dabei ging es um typische Projektfehler wie beispielsweise:

  • Alles auf die Webseite einbauen was cool und fancy ist
  • Die Architektur verändern
  • Statt einer gleich zwei Webseiten entwickeln

Der nächste Talk kam von Alain Veuve mit dem Titel «How reasoning by analogy will lead you into insanley wrong directions». In diesem interessanten Talk hat Alain dargelegt wie technisch versierte Menschen in Analogien denken, wenn es um den Einsatz neuer Technologien geht. Dabei hat er einen Mann zitiert, der seinerzeit technisch sehr versiert und gebildet war. Henry Ford sagte damals: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ Mit diesem Zitat wollte Alain darlegen wie die Menschen in Analogien denken und in diesem Zusammenhang disruptive Technologien und innovative Technologien nicht ausreichend evaluieren. Daraus können Entwicklungen in völlig andere Richtungen ausufern.

Der darauf folgende Talk von Franziska Brandt-Biesler mit dem Titel «Negotiation techniques for better results» hatte Verhandlungstechniken mit Businesspartnern behandelt. Dabei hat sie verschiedene Techniken vorgestellt mit denen die Verhandlungen zwischen verschiedenen Parteien verbessert und in eine günstige Richtung gelenkt werden können. Beispielsweise durch Streichung von „ja, aber ….“ aus dem eigenen Wortschatz.

Der letzte Talk an diesem Tag wurde von Timour Chafik mit dem Titel «Design Thinking meets jobs-to-be-done meets storytelling: Frameworks for finding your story & communicate innovation» gehalten. In diesem Talk ging es um die Vermittlung von Wissen und Innovation und wie dies möglichst effizient durchgeführt werden kann. Dies ist hilfreich, um die Prüfung eines Kundenbedarfs durchzuführen oder den Kunden im allgemeinen zu verstehen.

Anschließend wurde das Social Event veranstaltet bei dem wir mit dem Crime-Booth vertreten waren. Nach einigen lustigen Foto-Sessions ging es dann zum Abendessen in den Ballsaal. Nach dem ein oder anderen Bierchen, stieg auch Bereitschaft sich beim Crime-Booth auszulassen.
Verblüffend war die Präsenz des Geschäftsführers Olivier. Er war gefühlt bei jeder Person im Raum in ein Gespräch verwickelt, was ich wirklich beeindruckend fand. Nach einigen erfrischenden Getränken und lustigen Gesprächen ging es dann ohne Umwege auf das Hotelzimmer.

Tag 2 Future Day

Der zweite Tag begann mit einem guten Frühstück und dem wichtigen Thema: Deployment. Der erste Vortrag an diesem Tag von Robert Douglass lautete «Orchestrated, Consistent, and deterministic deployment: What does it mean and how to get there». In diesem Talk stellte Robert das Prinzip von OCD Deployments vor. Laut diesem Prinzip wird das Deployment in folgende Schritte aufgeteilt:

  • Orchestrated: Server, Service und Quellcode welche orchestriert werden, werden automatisiert und sind nahezu sofort verfügbar
  • Consistend: git verwenden, chef/puppet/chef/ansible verwenden
  • Deterministic: Alle Änderungen sollten umkehrbar sein

Der zweite Talk des Tages von Thomas Müller behandelte «Big data, important for everybody». Dabei wurde das OpenSource Tool ownCloud vorgestellt und näher beleuchtet wie große Daten über das Internet über den universellen Dateizugriff oder das Konzept von File Chunking verarbeitet werden.

Anschließend gab es Mittagessen. Während sich am zweiten Tag alles rund um die Zukunft von TYPO3 drehte, switchten wir bei unserem Photo-Booth auf das Thema Superhero um. Egal, ob Superwoman oder Flash. Hier durfte jeder Mal Superhero sein. Wenn den ganzen Tag die Köpfe voller TYPO3-Themen rauchen, darf es dann auch schon einmal bunt werden. An dieser Stelle: Alle dkd-Photo-Booth-Bilder findet ihr unter www.dkd.de/peng.

TYPO3 Superheroes

Im nachfolgenden Talk von Gina Steiner mit dem Titel «How to change the world and survive the journey» ging es um die Umstrukturierung einer Linienorganisation zu einer agilen Struktur. Das kommt mit viel Veränderung und neuen Konzepten einher. Wenn dabei die Übersicht verloren geht, kann dies schnell zu großem Chaos führen und führt dazu, dass alle bislang getätigten Änderungen wieder rückgängig machen zu wollen. Gina Steiner hat aufgezeigt wie der Wandel bzw. die Umstrukturierung besser verfolgt werden kann, um als Arbeitsgruppe die Kontrolle bei der Umstrukturierung nicht zu verlieren.

Im anschließenden Talk hat Ingo Schmidt das Konzept von A/B Tests vorgestellt und einen Blick hinter die Kulissen dieser hilfreichen Methode geworfen. Dabei hat er seine Erkenntnisse während der Entwicklung diverser Projekte geteilt. Es wurde erläutert wie potenzielle Fallstricke identifiziert und vermieden werden können und wie durchdachte Tests das Tempo der Innovation drastisch steigern können.

Nächster Talk: hrefland – How to scale your internationl website with a big buzz von Ralf Ohlenbostel. Der Talk behandelte die Einrichtung von internationalen Webseiten am Beispiel von Zalando. Bei diesem Talk gab es einige technische Probleme während der Präsentation. Der Redner konnte die Vorstellung seiner Präsentation nicht vollends durchführen. Ab einem gewissen Zeitpunkt hat sich die Präsentation selbstständig gemacht und alle Folien im Schnelldurchlauf durchgeklickt. Das war ein wenig frustrierend, da es den Anschein gemacht hat, dass der Redner sich nicht vollständig vorbereitet hätte.

Der nachfolgende Talk wurde von unserem Geschäftsführer Søren Schaffstein gehalten. Hierbei ging es um Data Alchemy: Turn your Data into Gold. Und direkt danach ging es auch schon mit der abschließenden Keynote los. Vor den Türen der Konferenz-Räume: Stille. Bis auf einige wenige Teilnehmer, die dabei waren ihre Stände abzubauen, waren alle in der Abschlusskeynote :). Danach hieß es dann, schnell umziehen, denn der Bus zu der TYPO3-Award-Verleihung stand schon bereit und sollte uns in den Löwenbräukeller führen.

Die TYPO3-Award-Verleihung

Nachdem wir im Löwenbräukeller erst über den roten Teppich schritten und einen ersten Drink genießen konnten, ging es dann weiter zu unserem VIP-Tisch. Die Location war sehr beeindruckend und wir waren schon mega gespannt auf die vielen nominierten Websites. Gleich in der ersten Kategorie «Government» (wir waren hier Sponsor) durfte unser Geschäftsführer Søren Schaffstein eine Laudatio halten und den Gewinner Die Stasi-Mediathek bekannt geben. Durch das Programm führte die Moderatorin Maxi Sarwas.

Löwenbräukeller T3CON16 TYPO3

Fazit

Alles in Einem fand ich das Event wirklich sehr gelungen. Das Essen war lecker, das Wetter war zum Glück gnädig mit uns und das Hotel in dem das Event stattgefunden hat, war ebenfalls angenehm. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal den Organisatoren (Volker Graubaum, Merle Dehn, Juliane Steinmetz und all den anderen Helping Hands) danken. Die T3CON16 in München war sehr schön. Bis zum nächsten Mal.