TYPO3 Developer Days 2016 – 250 TYPO3 Enthusiasten, eine Stadt und der Spaß, in den Untergrund zu gehen

T3DD16 in Nürnberg

Dieses Jahr fanden die TYPO3 Developer Days im schönen Nürnberg statt. Beginnend am 1. September wurde über vier Tage präsentiert, diskutiert und gecodet.
Unter den Speakern waren die dkd-Entwickler Peter mit seinem Talk über dkdeploy und Johnny mit dem Talk über das EU-Forschungsprojekt ForgetIT.

Den Einstand zu den Developer Days gab Terry Ryan von Google mit seinen Workshops zur Nutzung von Google Cloud Diensten als Preevent der Developer Days.
Er hielt eine kurze Einführung in das Eco-System der Google Cloud und ging im Anschluss auf die einzelnen Komponenten der Cloud ein.
Dieses kombinierte er mit kleinen Workshops, für welche er entsprechende Google Accounts zur Verfügung gestellt hat.
Es war ein guter Workshop, welcher einen Einblick in die Google Dienste geliefert hat.

Der Talk Temporal Modelling von Mathias Verraes beschäftigte sich mit dem Thema, das aktuell Software basierend auf Modellen aber nicht auf dem Verhalten der Businesslogik implementiert wird.
Dieses würde zwar die Umsetzung für den Entwickler vereinfachen, jedoch nicht alle Aspekte abdecken. Eine entsprechende Umsetzung könnte mit einem Event-System erfolgen, in welchem die einzelnen Events gespeichert werden.
So ließe sich später der Ablauf reproduzieren.

Marco Pivetta mit seinem Talk zu Extremely defensive PHP betrachtete einen anderen Bereich der Softwarearchitektur. Sein Credo war, dass der entwickelte Code per se fehlerhaft ist.
Entwickler versuchten Code häufig wieder zu verwenden, ohne eine Analyse über die zukünftigen Anforderungen zu machen.
Obwohl ich Teile des Talks bereits auf der SymfonyLive 2016 gehört hatte, war der Talk wieder interessant.

Die Talks von Mathias Verraes und Marco Pivetta zeigten, dass es im Bereich der Softwarearchitektur häufig Potential zur Verbesserung gibt.

Das zweite, größere Thema dieser Developer Days war JavaScript und Web-Komponenten.
Hans Höchtl präsentiere mit TypeScript eine Programmiersprache, die sich in unterschiedliche Versionen von JavaScript kompilieren lässt.
Eine gute Erweiterung stellt Typing da, da die NodeJS Erweiterungen in der IDE als Autovervollständigung angeboten werden.
Da jede neuere Version von JavaScript mehr auf TypeScript basiert bzw. Elemente übernimmt, sollte man hier einen Blick riskieren.

Leon Revill gab in seinem Vortrag eine Einführung in die, auf Web-Standards aufsetzenden, 'web components'. Diese sollen das Arbeiten, durch Wiedereinsetzbarkeit und Simplifizierung unterstützen und vereinfachen. Revill ging hierbei auf die Komponenten 'Custom Elements', 'Shadow DOM', 'Templates' und 'HTML Imports' ein.
Ein Vorteil bei den vorgestellten Komponenten war, dass sie nicht auf weiteren Bibliotheken, wie z.B. Polymer basieren (vanilla). Damit soll eine höhere Einsetzbarkeit für die verschiedenen Browser erreicht werden und die Abhängigkeiten in einem Projekt sollen gering gehalten werden.
Im zweiten Teil seines Talks wurden praktische Beispiele vorgestellt. Revill zeigte Elemente die nach den vorher erklärten Prinzipien gebaut wurden. Hierzu gehörte eine Progress-bar sowie ein Slide-in Seiten-Menu.

Chris Lorenzo präsentierte in drei Talks das Polymer JavaScript-Framework. Nach der Vorstellung des Frameworks zeigte er an Hand von Webkomponenten, wie Polymer eingesetzt werden kann.
Er listete die Pro und Kontras von Polymer auf und stellte es in den Vergleich zu anderen Frameworks. Den Abschluss seiner drei Talks bildete die Hands on with Polymer Session in denen die Teilnehmer eine Google Map Seite basierend auf Polymer implementierten.

Als Teilnehmer der TYPO3 Developer Days konnten wir kostenlos an der Tour der historischen Felsengänge teilnehmen.
Diese Tour führte etwa 75 Minuten in den kühlen Untergrund von Nürnberg und berichtete über den historischen Werdegang der in den Fels gehauhenen Höhlen.
Neben den technischen Talks war dieser kulturelle Teil eine schöne Abwechslung.

Historische Felsengänge

Resümee

Auf den Developer Days gab es wieder interessante Themen. Die Idee der Lightning-Talks, also das kurze Vorstellen der Themen durch die Redner, hat mir gefallen, da man einen direkten Eindruck bekommen hat, was in den Vorträgen zu erwarten ist.
Nürnberg als Veranstaltungsort war schön gewählt. Die historischen Felsengänge haben mir sehr gefallen und ich kann diese jedem nur ans Herz legen.
Ebenfalls eine grandiose Idee war die Einladung eines Barista, so schön kann Kaffee trinken auf den Developer Days sein.

Latte-Art