TYPO3Camp RheinRuhr 2016

Vom 4.11 - 6.11 fand zum wiederholten Male das TYPO3camp RheinRuhr im UnPerfekthaus in Essen statt.

Begonnen hatte das Camp mit einem gemeinsamen Bowling im Jones Superbowling. Da ich Freitag erst spät nach Essen gefahren bin, startete das Camp für mich erst am Samstag morgen.

Samstag

Das UnPerfekthaus öffnete seine Pforten um 7:00 Uhr und man konnte dort an einem umfangreichen Buffet frühstücken. Konzept des Hauses ist, dass jeder Besucher an jeder Veranstaltung teilnehmen kann. Neben dem TYPO3camp waren dort Künstler, Freiberufler und viele andere Menschen vertreten, die das Haus für sich genutzt haben. Alles in allem kann ich sagen, dass der Ort für ein solches Camp durch seine offene Atmosphäre sehr gut geeignet ist.

Das UnPerfekthaus von außen

Das Camp an sich startete um 9:30 Uhr mit einer allgemeinen Einführung. Monika Schwarz gab uns eine nützliche und lustige Einführung in den Ablauf des Camps.

Session-Planung

Nach der Einführung wurden die ersten Sessions für Samstag geplant. Wir als dkd haben eine Session zum Thema Extension Entwicklung mit GitHub - Issues, Travis, Scrutinizer und eine Sessions zum Thema platform.sh angeboten. Nachdem alle Themen vorgestellt wurden, ergab sich der folgende Sessionplan:

Session-Planungs-Board

Die Übersicht zeigt bereits, dass es sehr vielfältige Sessions gab. Auf die Folgenden möchte ich gerne etwas genauer eingehen:

Sonarqube code quality

Eine Einführung, wie das Java Tool Sonarqube genutzt werden kann, um die Qualität des Quellcodes zu messen und über die Zeit zu verbessern. Das Ziel ist es nicht, Extensionauthoren oder Extensions zu blamen, sondern ein Tool zur Analyse bereitzustellen.

Über den Sonarqube Server von Marketing Factory (https://ter-sonarqube.marketing-factory.de/) findet man eine Auswertung aller Extensions im TER.

Im Vortrag wurde erklärt, was Technische Schulden sind, und wie man sie erkennen kann. Dabei kann Sonarqube helfen, diese über die Zeit zu beseitigen.

Mask

Diese Session zeigte anschaulich mit Beispielen, wie man mit Mask flexible Contentelemente anlegen und auf der Webseite verwenden kann.

In einer Livesession wurde mit einem Standardtemplate ein flexibles Contentelement erstellt und verwendet.

Speaking Urls in the Core

In dieser Session wurde zusammengefasst wie aktuell in TYPO3 mit RealUrl (oder CoolUri) sprechende Urls generiert werden und was dabei die Probleme sind.

Andreas Wolf gab einen Ausblick, wie die Situation verbessert werden kann und wie eine Finanzierung durch Crowdfounding aussehen könnte.

Abendprogramm

Nach den Sessions haben wir uns in der oberen Etage des UnPerfekthauses getroffen, um dort gemeinsam zu essen. Danach war Zeit für Gespräche, gemeinsame Spiele und ein T3Whiskey-Tasting.

Sonntag

Um 10:00 Uhr ging es am Sonntag morgen los, um die Sessions des Tages zu planen.

Sessionplan am Sonntag

Neben vielen technischen Themen gab es auch einige intressante nicht technische Themen, wie Gedächnistraining von Jens der Denker.

Gemeinsam mit Daniel Siepmann habe ich eine Session zu «EXT:solr und solrfluid» angeboten. In dieser Session habe ich kurz die Komponenten vorgestellt und was wir im letzten Jahr für EXT:solr umsetzen konnten. Daniel stellte die Realisierung eines Projektes vor, in dem Apache Solr als Content Repository für TYPO3 verwendet wurde. Zum Abschluss haben wir Anregungen für das Jahr 2017 gesammelt, um diese in der Planung der Roadmap berücksichtigen zu können.

Zum Schluss habe ich noch an der Session «React PHP & TYPO3 PoC» teilgenommen. Hier wurde anhand eines Beispiels beeindruckend demonstriert, wie man mit «React PHP» eine Socketverbindung zwischen zwei TYPO3-Systemen aufbauen und dann auf dem Zielsystem Aktionen ausführen kann.

Fazit: Das TYPO3camp RheinRuhr war eine gute Gelegenheit, neues im TYPO3-Bereich zu lernen. Neben den Sessions, waren die Location und das Rahmenprogramm super! Ich kann nur jedem empfehlen, nächstes Jahr dabei zu sein und selber eine Session anzubieten.