Coldfront Konferenz 2016

Am 01.09.2016 fand die dritte Coldfront Konferenz im The Grand Theater im Zentrum Kopenhagens statt.
Unter dem Leitthema „Change“, wurde dabei der Blick auf die Zukunft gerichtet.

Coldfront Konferenz 2016

Direkt am morgen wurden die Teilnehmer mit Kaffee, Tee und Croissants begrüßt. Gut gestärkt durfte man dann auf den bequemen roten Sesseln des Programmkinos platz nehmen, um dem ersten Talk von Liv Ericson über WebVR zu lauschen. Mithilfe von A-Frame, einem Open Source WebVR Framework, hat Liv eine simple 3D Webseite vorbereitet um zu zeigen, dass es nicht kompliziert sein muss, eine 3D Seite zu erstellen. Dabei schreibt sich A-Frame wie HTML Markup, was WebVR für alle Web Developer ohne extreme Aufwände zugänglich macht.

Kaffee direkt aus der Leitung

Die etwas verspätete Keynote wurde dann nach einer Kaffee Pause von Robert Nyman präsentiert.
In seinem Talk ging es darum, dass es essentiell ist, die Bedürfnisse der User zu kennen und darauf einzugehen. Nach wie vor nutzen User Passwörter wie „123456“ (Achtung: beliebtestes Passwort des Jahres 2015) was deutlich macht, dass es beim Thema Sicherheit noch viel Informationsbedarf besteht. Auch bei Formularen gibt es einige Baustellen. Durch Features wie das automatische Befüllen von Formularen und einem Passwort Generator soll in Chrome die Nutzung per Smartphone deutlich vereinfacht werden.

Auch in den anderen Talks stand der User im Mittelpunkt. So ging es beispielsweise in „The Internet of Things“ von Stephanie Riegers darum, dass der Fokus nicht auf die technischen Eigenschaften der Geräte gelegt werden sollte, sondern darauf wie der Mensch damit agieren kann. In Bruce Lawsons Talk ging es darum, dass Web nicht nur auf den Westen auszurichten, sondern den Blick auch darauf zu haben, dass in anderen Ländern der Zugang zu Internet wesentlich eingeschränkter ist. Wenn zwei Minuten Video gucken, soviel kostet wie ein Kind einen Monat zur Schule zu schicken, oder man für 500 MB 34 Stunden arbeiten muss, bekommt das Ganze eine andere Dimension.

Am Ende des Tages hat Estelle Weil dann mit Ihrem Talk „You Don’t Need a Framework for That“ das Thema des Tages abgerundet. Kritisiert hat sie hierin, dass auf vielen Seiten komplette Frameworks eingebunden werden um minimalste Funktionalitäten abzubilden. So wird beispielsweise gleich jQuery eigebunden, nur weil ein Cookie oder eine Validierung für ein Eingabefeld benötigt wird. Back to the roots heißt es also. Versteh den Output den du generierst und lern die Basics. „You Don’t Need a Framework for That“.

Conference with a view

Leider ist die dritte Coldfront zunächst auch die Letzte gewesen, da mit Kenneth Auchenberg einer der Veranstalter mittlerweile in Kanada wohnt und damit eine weitere Organisation extrem schwierig ist. Bleibt also abzuwarten, ob es irgendwann eine nächste Coldfront geben wird.

von Tabea Oertel

Tabea Oertel is a Developer at dkd Internet Service GmbH. She's developing websites for about 5 years.