JavaScript Days 2016

In München fanden vom 21. bis 23. März die JavaScript Days 2016 im Holiday Inn München-Unterhaching statt. Die Referenten richteten in Workshops das Augenmerk auf die aktuellen Webtechnologien. Neben der Vermittlung der Stärken und Schwächen der verschiedenen Technologien und ihrer Einsatzgebiete, konnte man in den Workshops selbst Hand anlegen und vieles live ausprobieren, was vorgestellt wurde.

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Neben der für das Event namensgebenden Sprache JavaScript, in ihrer neusten Version ES6, standen HTML5 und Googles AngularJS im Vordergrund der Konferenz. Es wurden aber auch viele weitere Einblicke in Technologien wie Facebooks React, oder in das Virtualisierungssystem Docker gegeben.

Für mich persönlich war es zusätzlich spannend bei einer Konferenz auf der Seite der Teilnehmer zu sein, da ich vorher beruflich auch im technischen Aufbau und Ablauf von Konferenzen und Events tätig war.

Tag 01

Nach einem üppigen bayrischen Frühstück, gemeinsam mit meiner Kollegin Tabea Oertel, habe ich den ersten Tag mit einem Workshop zum Thema ECMAScript 2015 begonnen. Sebastian Springer und Jakob Westhoff stellten hier die aktuelle Sprachreferenz vor.
Zu Anfang wurden noch Grundlagen besprochen. So wurde gezeigt, wie man mittels eines Transpilers, wie z. B. babel, schon mit der neuen Referenz arbeiten kann, auch wenn manche Browser diese noch nicht, bzw. nur unvollständig unterstützen.
Nachdem diese Techniken klar waren, wurden die neuen Sprachkonstrukte, wie Klassen, fat arrow functions oder die neuen Möglichkeiten Variablen zu initiieren vorgestellt. Die beiden Trainer animierten hierbei die Teilnehmer mittels gezielter Programmieraufgaben, das Neugelernte direkt umzusetzen und zu verinnerlichen. Der Workshop zeichnete sich durch die sehr kompetente Moderation und das angenehme Zusammenspiel der Referenten aus. Der Workshop zum aktuellen ECMAScript lief den ganzen Tag.

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Es gab dann die Möglichkeit, direkt in das Get-together zu wechseln. Wer sich dafür entschied, hat meiner Meinung nach aber eine sehr spannende und lustige Nightsession verpasst. Johann-Peter Hartmann stellte vor, wie man mittels Webskalierung ein Gästebuch mit NodeJS bauen kann, auf das die komplette chinesische Bevölkerung zugreifen und schreiben kann. Oder zumindest der Teil der Bevölkerung, der über einen Internetzugang verfügt… Im Schwerpunkt stand hierbei das Virtualisierungssystem Docker. Hier musste man auch nicht neidisch auf die Personen beim Get-togehter sein, da die Bewirtung in die Session gezogen wurde und die Teilnehmer den Vortrag bei einem Bier genießen konnten. Anschließend habe ich mich dann mit meiner Kollegin auch unter die Menschen gemischt und wir verließen den ersten Tag zufrieden als letzte.

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Tag 02

Auch am zweiten Tag habe ich mir mit „idiomatisches JavaScript“ einen Workshop ausgesucht, der über den kompletten Tag lief und von Dennis Wilson gehalten wurde. Er stellte vor, wie man in JavaScript als dynamischer Programmiersprache, Herausforderungen angeht und lösen kann. Auch hier wurde zunächst auf Grundlagen eingegangen, aber das Niveau steigerte sich relativ schnell. Der Fokus lag auf einer Anzahl Programmieraufgaben, bei denen man sein Wissen direkt umsetzen musste, um zu den Lösungen zu gelangen. Konzepte wie Promises, Array Transformation, Aspekte und Alternativen zu klassischer Vererbung wurden vermittelt. Auch lag ein Augenmerk auf den funktionalen Aspekten der Sprache.

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Nach einem Kaffe und einem kleinen Snack ging es nun in die zweite Nightsession der Veranstaltung. Martin Probst, Senior Softwareentwickler bei Google, stellte hier die neue Version von Angular vor: Angular2. Er erklärte das Konzept, welches hinter der neuen Version steht und warum das Framework komplett neu geschrieben wurde. Die Hälfte der Zeit stand den Zuschauern für Fragen zur Verfügung. Auch wenn ich selber nur rudimentäre Erfahrungen mit Angular habe, war es eine sehr interessante Session, da es einem die Möglichkeit gab aus erster Hand zu erfahren wie das Framework konzipiert und mit welchem Ziel umgesetzt wurde.

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Tag 03

Am dritten Tag schließlich sollte ich wieder auf Jakob Westhoff als Referent treffen – diesmal zum Thema „React und Flux“. Das JavaScript-Framework stellt eine Alternative zu Angular dar und technologische Unterschiede wie der virtuelle DOM-Baum und der unidirektionale Datenfluss wurden erläutert. Wie schon in dem Workshop zu ES2015 konnte man parallel mitarbeiten und die vermittelten Grundlagen direkt umsetzen.
Nach dem Mittagessen ging es dann in „JavaScript Testing mit Jasmine“. Diese Session war ein kleines Überraschungspaket, da die eingetragenen Referenten ausgefallen waren und die Session stattdessen von Sebastian Springer geleitet wurde. Der Trainer setzte mit uns zusammen eine Entwicklungsumgebung auf, mit der wir mittels Jasmine unseren Javascript Code testen konnten. Der Ablauf wurde hierbei von den Teilnehmern mit gelenkt. Man merkte dem Trainer an, dass er eine große Kompetenz in dem Gebiet besitzt, da die aufkommenden Fragen, sowie die spontane Gestaltung kein Problem darstellten.

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Eine Nightsession gab es an diesem Tag leider keine mehr, wäre aber von vielen wahrscheinlich auch nicht wahrgenommen wordem, da ein Großteil direkt nach dem zweiten Workshop abgereist ist. Und auch wir haben uns langsam Richtung Hauptbahnhof und Heimat begeben.

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Fazit

Im Großen und Ganzen waren die JavaScript Days 2016 eine gelungene Veranstaltung. Ich persönlich habe viel gelernt und viele Anregungen mitgenommen. Die Redner waren kompetent, das Essen gut und das Servicepersonal sehr freundlich. Ein Dankeschön hier nochmals an die dkd, die mir die Reise ermöglicht hat, trotz meiner relativ kurzen dkd-Zugehörigkeit.

von Timo Michael

Timo Michael ist Entwickler bei der dkd mit einem starken Hang zum Backend. // Timo Michael is a developer at the dkd with a strong focus on the back-end.