TYPO3camp Vienna

Header TYPO3camp Vienna 2017 Vom 24. bis zum 26. März fand in Europas Metropole der Baukunst (und/oder des Kitsches), Wien, das TYPO3camp statt. Für mich das zweite TYPO3camp in diesem Monat.

Die Programmübersichten zum Nachlesen:
https://trello.com/b/fP5brOsz/session-plan-saturday-2017
https://trello.com/b/9PtD6V8q/session-plan-sunday-2017

Der Freitagabend startete im Café Einstein, wo auch die übrigen Abendveranstaltungen stattfinden sollten. Bei Bier und Essen wurden soziale Kontakte gepflegt und das Spracherkennen an die lokale Aussprache angepasst. Wichtiger Punkt: Man kennt keine Sahne, sondern nur Schlagobers. Ich konnte leider noch nicht herausfinden, wieso ich den Oberst für den Topfenstrudel schlagen soll, schmackhaft war der Quark trotzdem. Gestärkt ging ich ins Hotel zurück, um am nächsten morgen früh um 10:00 Uhr antreten zu können.

Wie es bei Barcamps üblich ist, begann dies mit einer Session-Planung. Dieses Mal war ich mit meinem Vortrag »JavaScript meets TYPO3 - accelerate your development with RequireJS, Webpack, React and TypeScript« dabei.

Die erste Session des Tages, war die Keynote von Mathias ›Mattes‹ Schreiber (TYPO3 GmbH) zu TYPO3 v8.
Ich kann gar nicht mehr sagen, was genau der Inhalt war, da ich mindestens schon acht Versionen der Keynote gehört habe ;).

Weiter ging es mit dem Vortrag »URL handling in the core« von Andreas Wolf, der zumindest etwas Licht in meinen Wahrnehmungsdschungel brachte. Meine persönliche langfristige Meinung: Wer braucht noch URLs, merkt sich doch eh keiner. Lieber ein gutes Such-Interface. Wir sollten Solr noch besser und einfacher integrieren.

Auf ein gutes Mittagessen folgte nun entweder die Developer-Zertifizierung, die ich erfolgreich umging, oder der Vortrag »New Image Cropping features« von Helmut Hummel. Ich entschied mich für Helmut, der wieder einmal bewies, wieso er der für mich beste und konsistenteste Barcamp-Speaker ist. Sein Vortrag lieferte einen guten Überblick über die Cropping Features. Ich persönlich werde das Feature wohl nicht einsetzen, da ich zu wenig Redaktion betreibe, aber die Hook-Punkte und das Editing-Interface werden für nreach interessant sein.

Weiter ging es mit der von Peter Pröll angeleiteten Diskussion zur »TYPO3 Consultant Certification«. Die TYPO3-Welt scheint insgesamt eine unfassbare Zertifizierungswelle ergriffen zu haben. Mein Ding ist es (s.o.) nicht, aber durchaus interessant die Absteckung der verschiedenen Zertifikate.

Zum Abschluss des Tages gab es dann von mir eine JavaScript-Session mit einem praktischen Überblick, wie ich meine modernen ES6-Modules mit Webpack kompilieren und dann RequireJS-Funktionalität von TYPO3 entweder im Frontend oder Backend einbinden kann. Mit Hot-Module-Reloadung und static typechecking mit TypeScript als Bonus. JavaScript war vorher schon geil, jetzt wird es noch besser. Ein Beispiel-Repository folgt demnächst auf https://github.com/nreach.

Kurz ins Hotel zum Duschen und Umziehen, dann wieder ins Einstein zum Abendessen. Diesmal ein reichhaltigeres Menü und weniger Flüssignahrung. Danach habe ich versucht, ein paar TYPO3-Österreichern zur Botanischen Bar zu folgen. Die Wegführung war allerdings eher umwegfördernd und wir sind doch in einer amerikanischen Bar gelandet. Hier gab es eine überraschend gute Whisky-Auswahl. Generell scheint Wien viel Whisky anzubieten, wenn die ausgestellten Flaschen in all den Bars voll sein sollten, weitere Überprüfung beim nächsten Wien-Besuch. Nach der Bar ging es weiter in einen Club (ehemalige U-Bahn-Station).

Pünktlich um 10.00 Uhr ging es wieder zum TYPO3camp. Mein Vorschlag bezüglich einer Konferenz-Zeit-Umstellung/Verschiebung wurde leider nicht umgesetzt ;).
Bei der neuen Session-Planung, erhielt mein Vortrag zum Thema »Semantische Automatisierung und wie vermeide ich Arbeit« irgendwie den Titel »Makes TYPO3 more fun«. Vielleicht hätte ich nicht mein Clippy-Wiederbelebungs-Projekt erwähnen sollen.

Nach der Session-Planung ging es direkt los mit dem Vortrag »New TER feedback«. Eine interessante Vorstellung. Doch die Frage, wieso noch ein TER genutzt wird und nicht nur composer konnte für mich nicht ganz geklärt werden.

Es folgte eine Session-Pause zur Vorbereitung und Ergänzung meines Vortrags und ich wollte noch einen Bug fixen, den ich einen Abend zuvor eingebaut hatt.

Nächster Vortrag: »Future of Webprojects«. Das Fazit hier: große Projekte werden größer/akkumulieren und kleinere Projekte werden noch kleiner/einfacher. Hier wird zukünftig wenig »Mittelig« bleiben. Sehe ich ähnlich, mehr Automatisieren bitte.

Auf ein Mittagessen folgte dann mein Vortrag, bei dem ich die technische Argumentation übernahm und den Flavour-Text von Olivier vorstellen ließ, der überzeugend den Projektkontext präsentierte. Mehr und genauere Infos kommen in den nächsten Wochen.

Zum Abschluss gab es eine Session zu »Fluid XSS«, die mal wieder zeigte, welche Probleme die Entwicklung einer eigenen Programmiersprache mit sich bringen kann.

Zum Schluss noch in die Sacher Stuben zum Verspeisen eines köstlichen (und gar nicht so teuren) Stückes Sacher-Torte. Ein entspannter Ausklang des Abends mit etwas Programmieren und Rückflug am Montag.

Fazit (wie immer): TYPO3camps sind prima, geht hin!